Was bedeutet eigentlich "Armação de Búzios" ?
Was bedeutet eigentlich "Armação de Búzios" ? Die Indianer des Stammes Tupinambá besetzten diese Landzunge reich an Muscheln und die einen Ruf als gutes Fischwasser hatte und an der es auch ansonsten viele Nahrungsmittel zum Sammeln gab, vor allem mit einer grossen Anzahl von Muscheln und Weichtieren. Diese grosse Vielfalt führte zu dem Namen vom Búzios ( Búzios = Muscheln auf Portugiesisch) und schon 1575 wurde die "Landzunge von Búzios" von den Portugiesen in den Karten der Region Cabo Frio verzeichnet.
Anfang des 17. Jahrhunderts, wurde durch die erhöhten Goldschürfungen in Minas Gerais der Hafen von Rio de Janeiro zum Umschlagplatz des Goldes und der vorher vorherrschende Walfischfang in Búzios verringerte sich. Bevor dieser Rückgang an Fischerei für Brasilien ernsthafte Probleme darstellte, da besonders der Export, der Handel und die öffentliche Beleuchtung (total abhängig vom Waltran) davon betroffen würden, wurden an den Küsten der Staaten Rio de Janeiro, Santa Catarina und São Paulo verschiedene ARMAÇÕES DE BALEIAS, oder Ausrüstungsplätze für den Walfang geschaffen.
Vierzig Jahre lang wurde der Walfang so ausgebaut, dass die Anzahl der Wale drastisch reduziert und dieses Säugetier an der brasiliansichen Küste nahezu ausgerottet wurde. Im Jahr 1765 wird der Walfangausrüstungsplatz Búzios von seinem letzten Vertragseigner, Inácio Pedro Quintela, übernommen und der Walfang wird 1768 endgültig eingestellt, an seiner Stelle wächst ein kleines Fischerdorf, das vom Fischfang und Fischeinsalzen überlebt, dessen Vertrieb über Cabo Frio in Rio de Janeiro stattfand.
Gründung der SanktAnna Kirche
1740 wird die SanktAnna Kirche gegründet. Sie wird aus Steinen, mit Mörtel aus gebranntem Kalk und Waltran gebaut und enthält die Statue von Sankt Anna und dem Jesuskind.
Die Statuen und die ganze Geschichte können in der restaurierten SanktAnna Kirche besichtigt werden (zwischen den Stränden Armação und Ossos). Die Heilige Anna ist die Schutzpatronin von Búzios und diese Kirche ist ein wichtiger Teil des täglichen Lebens in Búzios, mit ihren eisernen Kirchglocken die immer bei Festen, ausserordentlichen Gelegenheiten, Beerdigungen und Walen in Sicht erklangen. Wenn der Aussichtsposten Zeichen gab, dass Wale in Sicht waren, läutete der Pfarrer die Glocke und die Walfänger begaben sich mit ihren Booten aufs Meer hinaus.
Sklavenhandel an den Stränden von Búzios

Ab 1850 mit Dekret des "Gesetzes von Eusébio de Queirós", das den Sklavenhandel und -transport an der brasilianischen Küste verbot, wird die Küste von Búzios streng von der brasilianischen Marine bewacht. So suchten die Sklavenschiffe weniger bekannte Strände, um die Sklaven abzuladen, dabei wurden besonders der Strand José Gonçalves und die Spitze des Vaters Vitório an dem Strand Rasa, auch "Abladestrand" genannt, benutzt.
José Gonçalves - war der einzige grosse Sklavenhändler der Gegend und hatte eine Hütte in der Nähe des Hafens in Araruama, wo die gerade abgeladenen Sklaven abgeliefert und verkauft wurden. Da er zum regionalem Bürgertum gehörte, hat José Gonçalves 1847 anlässlich des Besuches des damaligen Kaisers D. Pedro II das Feuerwerk bezahlt und dem Kaiser sein bestes Boot geliehen, um die Lagoa de Araruama zu besegeln.
Mit Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1888, wurde eine Gemeinschaft von Negern, die von vielen Bauerhöfen der Region kamen an der Praia Rasa (Strand Rasa) gegründet, die vom Fischfang und einfachsten Ackerbau überlebten.
Brigitte Bardot in Búzios
Rio de Janeiro, 7. Januar 1964. 5:00 Uhr morgens, Internationaler Flughafen Galeão. In der Caravelle der Fluggesellschaft Panair aus Paris befindet sich Brigitte Bardot. Fans, Fotografen und Journalisten warten gespannt. Niemand konnte wirklich glauben, dass Brigitte Bardot, die Filmdiva, gerade 29 Jahre alt und ohne jemals ausserhalb Europas gereist zu sein, gerade in Brasilien Ferien machen wollte.
Sie schafft es fast nicht, aus dem Flugzeug auszusteigen, und als sie den VW-Käfer von Afraninho Nabuco, Freund ihres Freunds Bob Zagury (einen Marrokaner-Brasilianer, den sie in Europa kennengelernt hatte) auf der Landepiste in ihre Richtung fahren sieht, um sie abzuholen, lässt sie Pass, Gitarre und acht Koffer einfach stehen und rennt...
Der Käfer wird natürlich auf der ganzen Strecke in grösster Geschwindigkeit auf dem vor kurzem eingeweihtem Aterro do Flamengo verfolgt. Ziel? Eine Wohnung auf der Avenida Atlantica, in der Nähe des Hotels Copacabana Palace. Es folgen Tage voller Verkehrstaus und mit grosssem Durcheinander auf der Strasse vor dem Appartement. Niemand verlässt seinen Platz vor dem Gebäude, alle wollen ein Bild von ihr , ein Autogramm, Interview oder wenigstens ein Lächeln ... Man kann es so zusammenfassen: Weder Brigitte Bardot sah Rio noch sah Rio Brigitte Bardot. Ein Abkommen wird mit Brigitte geschlossen: Sie gibt ein Interview und Fotos werden gemacht, dafür ist sie frei um sich so zu bewegen wie sie will. Und so geschieht's dann auch, sobald das Interview zu Ende ist, fährt sie weg.
Wohin? Nach Armação de Búzios. Damals gab es in Búzios kein Leitungswasser, Licht oder Telefon. Die Bevölkerung bestand aus 300 Personen, die alle vom Fischfang lebten. Endlich war sie völlig frei! Brigitte schwam nackt, ass Früchte, die ihr die Kinder brachten, spielte mit den fr eilaufenden Tieren, lief barfuss zwichen Schweinen und Hühnern und verglich den weissen Schaum der Wellen mit dem Champagner, ihrem Lieblingsgetränk. Ihre Freunschschaft mit den Fischern formte eine Grundlage für viel Geschichten die noch gerne mit viel Humor und guten Erinnerungen erzählt werden, wie zum Beispiel von José Geraldo Chaves, Sohn des Gärtnes des Wochenendhauses am Strand von Manguinhos, wo Brigitte untergebracht war.
"Damals war ich 12 Jahre alt und suchte Pitangas ( eine kleine rote Frucht ) für sie im Wald . Die Toilette war im Wald, sie half den Fisschern ihre Netze zu ziehen und sie setzte sich immer in den Laden meines Onkels Ceceu um Gitarre zu spielen. Sie benutzte immer ein kurzes Kleidchen und kein Höschen drunter. Am Strand war sie immer nackt . Deswegen wollte mein Vater nicht, dass ich ihr immer Essen brachte".
Soca, ein Berufstaucher hat auch seine Erinnerungen: Als er noch ein Kind war, bekam er die Taucherbrille von Brigitte geschenkt, mit der er seine berufliche Karriere begann
Búzios,
internationaler Treffpunkt
Brigitte Bardots Aufenthalt in Búzios hat grosses Interesse für dieses Paradies geschaffen, ein Fischerdorf mit 23 wundervollen Stränden einzigartiger Schönheit, einmaliger Landschaft, kristallklarem Wasser und ausgiebigem Fischfang.
Die Sonne scheint das ganze Jahr über.... Und der Ruf verbreitete sich, so dass jedes Jahr Touristen aus aller Herren Länder nach Búzios ziehen und das Fischerdorf sich in den Treffpunkt verschiedener Nationen verwandelt. 1997 wurde Armação dos Búzios eine eigenständige Gemeinde und heute mit 20 Tausend Einwohnenrn verfügt sie über die nötige Infrastruktur für ihre Grösse, und der Tourismus stellt die grösste wirtschaftliche Aktivität dar. Es ist einer der wenigen Orte, an dem verschiedene Nationen mit den verschiensten Kulturen sich treffen, um einen gemeinsamen Nenner zu erreichen: Das Leben mit Lebensqualität und viel Sonne zu geniessen!
Das Rezept zu diesem Zauber: die Einfachheit der Bodenstämmigen zusammen mit der Kultur der Zugereisten in einer der schönsten Kulissen der Welt. Und dazu die Sonne, die immer scheint! So ist die Mischung, die Búzios ausmacht, geschaffen!
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